GARTEN ARBEITEN
Garten-Tipps

Mit Mulch Wasser sparen

Eine einfache Schicht Mulch sprengt kaum noch Wasser, unterdrückt Unkraut und verbessert die Bodenstruktur. Wir zeigen, wie's richtig geht.

Gemulchtes Beet im naturnahen Garten zum Wassersparen

Warum mulchen?

Mulch ist ein wasserspeichernder Schutzmantel für den Boden. Eine 5-8 cm dicke Schicht reduziert die Verdunstung um 50-70 Prozent — besonders wertvoll in trockenen Sommern. Gleichzeitig unterdrückt Mulch Unkraut mechanisch und sorgt im Verfall für stabilen Humus. Der Boden bleibt länger kühl, Bodenorganismen gewinnen mehr Zeit zu arbeiten.

Welcher Mulch ist der richtige?

Rasenschnitt: Kostenlos, gibt schnell Stickstoff frei, braucht aber häufigeres Nachfüllen. Laub: Perfekt für Beete — schützt Wurzeln, wird zu Humus. Holzhäcksel: Langlebig (2-3 Jahre), speichert viel Wasser, ideal unter Sträuchern. Rindenmulch: Optisch ansprechend, gut für Flächen mit niedriger Bepflanzung. Unser Tipp: Kombiieren Sie — so profitieren Sie von allen Vorteilen.

Vor dem Mulchen: Boden vorbereiten

Entfernen Sie Unkraut gründlich — es kommt unter der Mulch-Schicht weniger schnell raus, aber nicht garnicht. Lockern Sie die oberste Bodenschicht auf — das hilft Wasser eindringen. Gießen Sie die Beete vor dem Mulchen gut durch, dann hat der Boden eine gute Wasserspeicher.

Mulch richtig aufbringen

Verteilen Sie das Mulch-Material gleichmäßig in einer Dicke von 5-8 cm. Halten Sie einen Abstand von 5-10 cm zu Stämmen und Staudenstoppeln — dort kann Feuchtigkeit stauen und zu Verrottung führen. Bei mehrjährigen Mulchen (Holzhäcksel, Rinde) reicht eine Schicht pro Jahr nach. Bei Rasenschnitt können Sie nach 4-6 Wochen nachfüllen.

Gießen mit Mulch

Das ist der große Vorteil: Mit Mulch können Sie weniger oft gießen. Wässern Sie morgens oder abends tief — das Wasser sickert unter die Mulch-Schicht. Eine gute Mulch-Lage bedeutet, dass Sie in der Regel nur alle 7-10 Tage gießen müssen, auch im Hochsommer. Halten Sie nach dem Gießen Ausschau: Der Boden unter der Mulch sollte immer leicht feucht sein.

Unkraut unter dem Mulch?

Es kann passieren — besonders bei dünnerer Mulch-Schicht. Aber: Es ist deutlich weniger als ohne Mulch. Was durchkommt, lässt sich leicht rausziehen, weil der Boden unter dem Mulch lockerer bleibt. Im nächsten Jahr ist diese Problematik kaum noch da.

Tipp: In heißen Sommern spart eine gut gemulchte Fläche nicht nur Wasser, sondern auch Zeit — Sie können die Gießkanne deutlich seltener greifen.

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