Warum Brennnesseljauche?
Brennnesseln sind Stickstoff-Sammler — mehr Nährstoff pro Pflanze als die meisten Dünger. Die fertige Jauche stärkt Gemüse, Blüher und Stauden, ohne Chemie. Pflanzen wachsen kräftiger, Schädlinge halten sich fern. Und das Beste: Brennnesseln wachsen kostenlos überall, wo Sie sie zulassen.
Material sammeln
Schneiden Sie Brennnesseln vor der Blüte — von März bis Juni ist der Stickstoff-Gehalt am höchsten. Benutzen Sie Handschuhe. Jungtriebe aus dem oberen Drittel sind am besten. Sie brauchen etwa 1 kg frische Brennnesseln für einen 10-Liter Eimer Wasser. Hacken Sie die Pflanzen grob klein.
Ansatz und Gärung
Füllen Sie Brennnesseln locker in einen Eimer oder Fass. Gießen Sie Wasser drüber, bis alles bedeckt ist. Stellen Sie das Fass an einen warmen, halbschattigen Platz. Rühren Sie jeden zweiten Tag um. Nach 7-14 Tagen (je nach Temperatur) ist die Jauche fertig: Die Gärung riecht intensiv (was normal ist), die Flüssigkeit ist dunkelbraun. Die Feststoffe sinken zum Boden.
Verdünnen und Ausbringen
Verdünnen Sie die Jauche im Verhältnis 1:10 mit Wasser. Das heißt: 1 Liter Jauche auf 10 Liter Wasser. Gießen Sie damit direkt auf die Erde — nicht auf die Blätter. Für Blüher und Gemüse alle 2-3 Wochen. Der Geruch verfliegt nach wenigen Stunden.
Lagerung und Haltbarkeit
Fertige Jauche hält sich verschlossen mehrere Monate. Sie können große Mengen haltbar machen und bei Bedarf verdünnen. Die Feststoffe ab dem Eimer-Boden gehören in den Kompost — weitere Nährstoffquelle.
Tipp: Wenn Sie Brennnesseljauche ansetzten, riecht das kräftig. Der Nachbar-Balkon sitzt vielleicht nicht so gerne dort oben. Stellen Sie das Fass an die hinterste Ecke des Gartens — sparen Sie sich den Besuch.